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LINKE-Fraktion im Gespräch mit dem neuen Leiter der Polizeiinspektion Blieskastel Markus Müller

Am 9.2.15 trafen sich die Mitglieder der LINKE-Fraktion im Blieskasteler Stadtrat Antonio Reda und Joachim Sommerlade mit dem neuen Blieskasteler Dienststellenleiter Polizeihauptkommisar Markus Müller zu einem längeren Informationsaustausch.
Sie trugen dabei Anliegen und Probleme vor, die Bürgerinnen und Bürger der Stadt und der Ortsteile schon seit längerem bewegen, was da sind: Verkehrssituation in einzelnen Ortsteilen, Sicherheitssituation an problematischen Plätzen, Schutz vor Kriminalität, Vorsorge im Hinblick auf Einbruch und Diebstahl, Einsatzbereitschaft der Polizei angesichts reduzierter Dienststellenöffnungszeiten und angespannter Personalsituation.

Herr Müller führte zunächst aus, dass auf Grund der angespannten Personalsituation, wie allgemein bekannt, eine Rundum-Öffnungszeit der Dienststelle nicht mehr möglich sei. Bis auf die Wochenenden (Fr und Sa) ist die Dienststelle nachts von 0h bis 6h nicht besetzt (Ausnahmen zu besonderen Anlässen sind möglich). Ein kostenpflichtiger privater Wachdienst übernimmt die Sicherung der Gebäude. Während dieser Zeiten sollen „Unterstützungskommandos“ und die Nachbardienststellen in HOM und IGB das Gebiet von Blieskastel mitbetreuen. Eine Erhöhung der Gefährdungssituation sei in diesen Zeiten bislang nicht nachzuweisen!
Zur Verkehrssituation (Ortsdurchfahrten Webenheim, Niederwürzbach, Böckweiler) verwies er auf die Zuständigkeit der Kreispolizeibehörde in Homburg. Man verstehe die Sorgen der Bürger, habe dabei aber lediglich hinweisende und beratende Funktion.
Wie im gesamten Land ist die Einbruchskriminalität zwar erkennbar angestiegen, der Raum Blieskastel  bewege sich aber immer noch „im hinteren Mittelfeld“. Überhaupt sei das Leben in unserer Region im statistischen Vergleich glücklicherweise sehr sicher!
In letzter Zeit sei das Problem Graffiti im Stadtgebiet vermehrt aufgetreten. Er neige zu der Auffassung, dass es sich dabei weniger um „Kunstwerke“ als um Schmierereien handele, die schlicht als Sachbeschädigung zu werten seien. In Zusammenarbeit mit dem Kriminaldienst Homburg werde diesem Problem nachgegangen.
Auf angesprochene Sicherheitsprobleme im innerörtlichen Bereich verwies Müller auf die Zuständigkeit der Ortspolizeibehörde. Man sei im intensiven Austausch mit der Ortspolizei, die Zusammenarbeit sei konstruktiv. Die Fraktionsmitglieder stießen die Frage an, wie die Sicherheit der Schüler im Bereich des Freizeitzentrums besser gewährleistet werden könne. Als Gefährdungsschwerpunkt wurde hierbei die Unterführung zum Schulzentrum genannt. Ob hier beispielsweise eine Videoüberwachung eingerichtet werden soll, müsste mit dem zuständigen Amt besprochen werden. Streifendienste seien auf Grund der angespannten Personalsituation nicht regelmäßig durchführbar. Müller kündigte in diesem Zusammenhang verstärkte Zusammenarbeit mit entsprechenden Schulinstanzen, etwa Schulsozialarbeitern an.

Generell befürwortete er ein offenes und faires Miteinander von Polizei, Verwaltungsdienststellen und Bürgern, man sei offen für Kritik und Anregungen und werde versuchen, auch angesichts der eingeschränkten
Möglichkeiten seinen Aufgaben gewissenhaft und umfassend nachzukommen.
Die Fraktion dankt Herrn Müller für die offene und konstruktive Atmosphäre, in der das Gespräch stattfand.